Histomoniasis / Schwarzkopfkrankheit

Die Geflügel-Infektionskrankheit "Histomoniasis" (auch Schwarzkopfkrankheit) ist gekennzeichnet durch hohe Verluste und erhebliches Leiden der an Histomoniasis erkrankten Tiere und ist lange Zeit in Vergessenheit geraten.

Die Histomoniasis/ Schwarzkopfkrankheit ist eine Entzündung von Leber und Blinddarm und führt zu gelblich-weißen Nekroseherden auf den Organen. Die Schwarzkopfkrankheit wird durch einzellige Darmparasiten, die sogenannten Histomonaden hervorgerufen.

Während Jungtiere unter Umständen direkt sterben, äußert sich die Schwarzkopfkrankheit bei älteren Tieren zunächst durch schwefelgelben Durchfall, Abmagerung und Trägheit.

Bis vor rund 60 Jahren grassierte die Schwarzkopfkrankheit besonders häufig in Hühner- und Putenställen (Geflügelzucht). Erst durch den Einsatz von Medikamenten, die teils auch vorbeugend verabreicht wurden, wurde die Histomoniasis so weit zurück gedrängt, dass kaum Forschung angestrengt wurde.

Geflügel in der Freilandhaltung infiziert sich nicht selten über aufgenommene Regenwürmer an der Schwarzkopfkrankheit. Desweiteren infizieren sich die Tiere untereinander, wobei die Infektionswege der Histomoniasis häufig sogar unklar sind.

Aufgrund gesetzlicher Änderungen in der EU sind sämtliche Präparate zur Bekämpfung von Histomoniasis verboten, da einzelne Wirkstoffe der Medikamente gegen die Schwarzkopfkrankheit eine Veränderung des Erbgens bewirken - durch den entstandenen Therapienotstand sind Alternativen, wie etwa Phytopharmaka, die gegen die Schwarzkopfkrankheit wirken, dringend gesucht.