Begriffserklärungen

Einige Definitionen zum Thema Futtermittel

Ergänzungsfuttermittel

Ergänzungsfuttermittel wie Produkte von Dostofarm sind Mischfuttermittel, die einen hohen Gehalt an bestimmten Stoffen aufweisen, aber aufgrund ihrer Zusammensetzung nur mit anderen Futtermitteln zusammen für die tägliche Ration ausreichen ( VO 767/2009, Art. 3, j).

Futtermittelzusatzstoffe

Futtermittelzusatzstoffe, wie das von Dostofarm eingesetzte DOSTO Oreganoöl, sind Stoffe, Mikroorganismen oder Zubereitungen, die keine Futtermittel-Ausgangserzeugnisse oder Vormischungen sind und bewusst Futtermitteln oder Wasser zugesetzt werden. […] (Art. 2, Abs. 2, Buchstabe a) VO (EG) 1831/2003).

Vormischungen

Vormischungen wie Produkte von DOSTOFARM sind (gem. Artikel 2, Absatz 2, Buchstabe e), VO (EG) 1831/2003) Mischungen von Futtermittelzusatzstoffen oder Mischungen aus einem oder mehreren Futtermittelzusatzstoffen mit Futtermittel-Ausgangserzeugnissen oder Wasser als Trägern, die nicht für die direkte Verfütterung an Tiere bestimmt sind;

Moderne Aroma-Vormischungen und Ergänzungsfuttermittel, wie die Produkte von DOSTOFARM, nutzen die nachgewiesenen Wirkungen der im Oregano enthaltenen ätherischen Öle für den Einsatz in der Tierzucht und Mast.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind ölige, leicht verdampfende Extrakte aus Pflanzen oder Pflanzenteilen, die abhängig von der Herkunftspflanze einen starken, charakteristischen Geruch haben. Im Gegensatz zu fetten Ölen verdampfen sie vollständig, sind aber ebenfalls fettlöslich und aus vielen verschiedenen Komponenten zusammengesetzt. In Wasser sind sie nur sehr wenig löslich, hier schwimmen sie als einzelne Tropfen auf der Wasseroberfläche.

Ätherische Öle enthalten pflanzliche Stoffe, die Aufgaben haben, wie Insekten zur Bestäubung anzulocken, Schädlinge fernzuhalten und gegen Krankheiten zu schützen, die zum Beispiel durch Bakterien oder Pilze hervorgerufen werden. Es sind die pflanzlichen Verführungs-, Verteidigungs- und Selbstheilungsstoffe. Zu den im Oregano enthaltenen ätherischen Ölen zählen Carvacrol und Thymol, die nachweislich eine fungizide und antibakterielle Wirkung haben.

Bakterien können sehr verschieden sein. So gibt es Bakterien, die Sauerstoff benötigen (aerobe Bakterien oder Aerobier), Bakterien, für die Sauerstoff Gift ist (obligat anaerobe Bakterien oder obligate Anaerobier), und Bakterien, die sowohl Sauerstoff als auch Sauerstoffmangel aushalten (fakultative Anaerobier).
Spezielle Bakterien kommen im Darm oder in anderen Organen vieler Lebewesen vor und wirken bei der Verdauung und weiteren physiologischen Vorgängen mit. Escherichia coli (E.coli) und Enterokokken sind die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe. Aber auch anaerobe Bifidobakterien gehören dazu.
Bakterien spielen im menschlichen Körper eine große Rolle. So leben im menschlichen Darm eine Vielzahl von Bakterien, die zusammen die verdauungsfördernde Darmflora bilden. Die Haut des gesunden Menschen ist von harmlosen Bakterien besiedelt, die die Hautflora bilden. Besonders hohe Bakterienzahlen finden sich auf den Zähnen. Bakterien können aber auch als Krankheitserreger wirken. Einige Bakterien verursachen eitrige Wundentzündungen (Infektionen), Sepsis (Blutvergiftung) oder die Entzündung von Organen (z. B. Blasen- oder Lungenentzündung). Um diesen Erkrankungen vorzubeugen, wurden von der Hygiene, einem Fachgebiet der Medizin, zwei Methoden zum Kampf gegen Bakterien entwickelt:

Sterilisation ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe medizinische Geräte und Materialien keimfrei gemacht werden.

Desinfektion ist ein Verfahren, um die Zahl von Bakterien auf der Haut oder Gegenständen stark zu vermindern (z.B. mit Händdesinfektionsmitteln).

Sind die Bakterien einmal in den Körper eingedrungen und haben eine Infektion ausgelöst, stellen heute die Antibiotika ein wirksames Mittel gegen Bakterien dar; zum Beispiel Penicilline, die durch Pilze der Gattung Penicillium gebildet werden. Penicillin stört die Synthese der Bakterien-Zellwand, daher wirkt es nur gegen wachsende Bakterien. Allerdings sind viele Antibiotika im Laufe der Zeit gegen bestimmte Bakterien unwirksam geworden.
Bei der Behandlung der Bakterien mit Antibiotika muss beachtet werden, dass nicht nur pathogene (krankmachende) Bakterien, sondern auch mutualistische (nützliche) Bakterien durch das Medikament gestört bzw. getötet werden können. Dies kann soweit führen, dass zunächst in geringer Zahl im Darm lebende Bakterien der Art Clostridium difficile, die von Natur aus gegen viele Antibiotika resistent sind, die Oberhand im Darm gewinnen und schwere Durchfälle auslösen.
Eine Resistenz der Bakterien gegen Antibiotika kann naturgegeben oder die Folge einer Mutation sein.

Biofilme bestehen aus einer Schleimschicht (Film), in der Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Algen, Pilze, Protozoen) eingebettet sind. Biofilme entstehen, wenn Mikroorganismen sich an Grenzflächen ansiedeln. Sie bilden sich überwiegend in wässrigen Systemen, entweder auf der Wasseroberfläche oder auf einer Grenzfläche zu einer festen Phase.

Grundsätzlich können jedoch alle Grenzflächen von Biofilmen bewachsen werden: zwischen Gas- und Flüssigphasen (z. B. freier Wasserspiegel), Flüssig- und Festphasen (z. B. Kies an der Gewässersohle) oder auch zwischen verschiedenen Flüssigphasen (z. B. Öltröpfchen im Wasser). Die Grenzfläche, auf der sich der Biofilm bildet, nennt man Substratum.

Biofilme können als eine sehr ursprüngliche Form des Lebens gelten, denn die ältesten Fossilien, die man bisher gefunden hat, stammen von Mikroorganismen in Biofilmen, die vor 3,2 Milliarden Jahren gelebt haben. Es handelt sich dabei um in Westaustralien (Pilbara Kraton) gefundene Stromatolithen (biogene Sedimentgesteine). Der Biofilm als Lebensform hat sich so gut bewährt, dass er bis heute weit verbreitet ist. Die weitaus überwiegende Zahl an Mikroorganismen lebt in der Natur in Form von Biofilmen.

Biofilme werden im Alltag oft als „Schleimschicht“ oder „Belag“ wahrgenommen. Andere, umgangssprachliche Bezeichnungen sind Aufwuchs, Kahmhaut oder Sielhaut.

Obwohl Biofilme in der Natur allgegenwärtig sind, wird ihre klinische Bedeutung in der Medizin häufig unterschätzt. Dies gilt insbesondere für Infektionen, denn in mehr als 60 % aller bakteriellen Infektionskrankheiten schützen sich die Erreger durch die Bildung von Biofilmen vor dem Immunsystem. Da ein großer Teil des anfänglichen mikrobiologischen Instrumentariums im Zuge großer Seuchen entwickelt wurde, geschah dies mit Schwerpunkt auf den frei schwebenden (planktonischen), sich schnell teilenden Bakterien akuter Infektionen (siehe Henle-Koch-Postulate). Die hier geforderte Isolation und Reinkultur im Labor führt allerdings zu beträchtlichem Genverlust der Bakterien unter herkömmlichen Laborbedingungen und schließlich zum Verlust der Fähigkeit zur Biofilmbildung. Deswegen und aufgrund der oben erwähnten Ruhephasen entziehen sich Biofilme in der Akkumulationsphase häufig neben dem Nachweis durch konventionelle Verfahren der Mikroorganismenkultur auch der eingehenderen Untersuchung. Moderne Techniken zur Visualisierung wie konfokale Mikroskopie und Gensonden zur Lokalisierung und Identifizierung von Biofilm-Organismen mittels Fluoreszenzmikroskopie haben zu einem besseren Verständnis der Biofilme beigetragen.

Im Zuge der Biofilmreifung kommt es in der Existenzphase, koordiniert durch das Quorum sensing, zum Ablösen größerer Bakterienansammlungen. Dadurch entsteht eine Quelle für Keime, die zu chronischen und wiederkehrenden Infektionen von Patienten (Bakteriämie) und unter Umständen bis hin zur häufig tödlichen Sepsis führen. Dies gilt insbesondere für Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Biofilme werden mit einer Reihe von Infektionen in Verbindung gebracht. Beispiele hierfür sind:

  • Wundinfektionen
  • bakterielle Endokarditis
  • Parodontitis
  • Urethritis
  • Prostatitis
  • Zahnkaries
  • chronische Mittelohrentzündung bei Kindern

Ein weiteres betroffenes Feld sind die fremdkörper-assoziierten Infektionen. Hierunter fallen die mikrobielle Kontamination und Besiedlung von Kathetern, Implantaten und medizinischen Instrumenten. Der zunehmende Einsatz von Kunststoffen in der Medizintechnik hat neben den großen inhärenten Vorteilen für Diagnostik und Therapie zu einer Verschärfung der Biofilm-Problematik geführt. Besonders wegen der Affinität verschiedener Mikroorganismen, wie einigen Staphylokokken, zu den Oberflächen von Biomaterialien sind etwa die Hälfte der nosokomialen Infektionen auf chirurgische Implantate zurückzuführen. Als Ausgangspunkt der beteiligten Mikroorganismen gelten die Hautoberfläche von Krankenhauspersonal und Patienten, der Kontakt von Austrittsstellen oder Konnektoren mit Leitungswasser und weitere Quellen aus der Umgebung. Auch die Wasserleitungen von Krankenhäusern und zahnärztlichen Behandlungseinheiten sowie Dialyse-Ausrüstung und schwer zu reinigende Endoskope können betroffen sein. Abhängig von dem verwendeten Medizinprodukt und der Verweildauer kommen gram-positive, gram-negative Bakterien und Pilze als Einzel- oder Multi-Spezies-Biofilm vor. Beispiele für häufig beteiligte Erreger sind:

  • Staphylococcus epidermidis
  • Staphylococcus aureus
  • Pseudomonas aeruginosa
  • Escherichia coli
  • Candida albicans

Bei der Enteritis handelt es sich um eine Darmentzündung, die sich auf den Dünndarm beschränkt. Wird auch der Dickdarm durch eine Enteritis in Mitleidenschaft gezogen, so spricht man von einer Enterocolitis. Es können sowohl Menschen als auch Tiere von der Enteritis betroffen sein. Ursachen der Enteritis sind häufig Bakterien oder Viren. Ernährungsfehler können aber ebenso zur Enteritis bei Mensch und Tier führen.
Eine Enteritis bei Tieren zeigt sich häufig durch Durchfall und schlechtere Nahrungsaufnahme als bei gesunden Tieren. Eine genaue Diagnose kann natürlich nur vom Tierarzt gestellt werden.
Neben der herkömmlichen Tierarzneimittel können bei einer Enteritis unter Umständen auch Produkte auf rein pflanzlicher Basis zum Einsatz kommen.

Carvacrol und Thymol

Carvacrol (C10H14O-) und Thymol sind chemisch gesehen Isomere und
Abkömmlinge des Phenols und sind Inhaltsstoffe des ätherischen Öls im Oregano. Zusammen mit anderen Phenolen – insgesamt über 30 Substanzen – entfalten sie eine natürliche antimikrobielle Wirkung, die die Grundlage der Wirksamkeit von Oreganoöl ist.

Als Reinsubstanz ist die antimikrobielle Wirksamkeit hingegen begrenzt. Darüber hinaus sind Risiken wie Toxizität und Immunschwächung beim Einsatz synthetischer Derivate von Carvacrol und Thymol bekannt.

Zur Gattung der Clostridien gehören unter anderem die anaeroben Erreger des Gas- und Rauschbrandes und die Erreger des Wundstarrkrampfes (Tetanus).
Clostridien sind stäbchenförmige Bakterien aus der Familie der Clostridiaceae , wachsen unter Sauerstoffabschluss können nahezu überall vorkommen, wobei sie jedoch besonders häufig im Boden und im Darm von Menschen und Tieren vorkommen
Clostridium perfringens ist dabei ein Bakterium, das sowohl in Wasser, Boden oder Lebensmitteln als auch im Darm von Tieren nachgewiesen werden kann.
Das der Gruppe der Gasbrandbakterien zugehörige Clostridium perfringens bildet für den Menschen pathogene Exotoxine (Enterotoxine), erregt den gefürchteten Gasbrand und kann ebenso der Auslöser für Gasphlegmone und maligne Ödeme sein.
Durch Gasbrand-Bazillen wie Clostridium perfinges werden insgesamt ca. Toxine gebildet, die als Enzyme wirken und Gewebeabbau und Nekrosen im Muskelgewebe verursachen.
Weitere Folgen einzelner Toxine können Krankheiten wie die Enteritis necroticans (Darmbrand) mit abdominalen Schmerzen, Übelkeit, Durchfall und Erbrechen sein.
Clostridium perfringens gilt als Lebensmittelvergifter, wobei Meeresfrüchte und warmgehaltene Fleischgerichte besonders anfallig zu sein scheinen.
Weitere Clostridien wie das Clostridium difficile können ebenso schwere Darmkrankheiten auslösen, die unbehandelt mitunter sogar tödlich enden können.

Zu den Darmparasiten zählt man bestimmte Würmer (s. Wurmerkrankung) und Protozoen (etwa bestimmte Flagellaten und Amöben), die insbesondere in wärmeren Gegenden mit dem Trinkwasser aufgenommen werden können und im Darm eines Wirtes schmarotzen. Sie können zu schweren Durchfallerkrankungen (etwa Entamoeba histolytica) führen.

Durchfall-Erkrankungen zählen zu den häufigsten Krankheiten bei Tieren und können mitunter lebensbedrohlich sein.
Von Durchfall (medizinisch auch die Diarrhoe oder Diarrhö) wird gesprochen, wenn der Stuhlgang besonders häufig auftritt und dabei eher ungeformt bis flüssig ist.
Der Durchfall selbst kann dabei meist nicht von dem Tier kontrolliert werden und mit starken Schmerzen im Magen- und Darmtrakt verbunden sein. Des weiteren ist es je nach Ursache möglich, dass der Durchfall Blut, Schleim und sogar Eiter enthält.
Durchfall kann sowohl durch Erkrankungen des Dickdarms, als auch des Dünndarms ausgelöst werden. Nicht selten sind auch beide Darmabschnitte betroffen.

Die Ursachen für diese Erkrankungen und somit für den Durchfall bei Tieren wie z.B. Schwein, Kaninchen oder auch beim Hund, können ebenso wie beim Menschen sehr unterschiedlich sein.

Eine der häufigsten Auslöser von Durchfall beim Tier sind Infektionen, bei denen sich die Erreger wie E.coli in den Darm gelangen und sich dort stark vermehren. Dadurch kommt es zu Sekretion von Wasser und Schleim aus der Darmwand, und zur verminderten Aufnahme von Wasser durch die Darmzellen. Das resorbierte Wasser verflüssigt nun den Stuhl und wird als sogenannter „Durchfall“ mit dem Stuhl ausgeschieden.
Doch neben E.coli gibt es viele weitere Viren und Bakterien, die Durchfall bei Tieren auslösen. Um den Auslöser für die Durchfall-Erkrankung eindeutig zu finden ist es sinnvoll, eine Kotprobe aus dem Durchfall zu entnehmen. Bei chronischem Durchfall ist es zusätzlich ratsam, eine endoskopische Untersuchung, oder eine Röntgenkontrastaufnahme durchzuführen.
Aufgrund des großen Wasserverlustes und weiteren Risiken sollte bei massiven Durchfall-Beschwerden des Tieres ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dies ist besonders anzuraten, wenn das an Durchfall erkrankte Tier mit anderen Tieren im Kontakt ist.
Denn nicht selten sind Durchfall-Erkrankungen erste Anzeichen für besonders ernstzunehmende Krankheiten, die höchst ansteckend sein können. Tierzucht-Betriebe sollten daher besonders aufmerksam sein, wenn ein Tier unter Durchfall leidet.

In der Tiermedizin unterscheidet man allgemein:

– Durchfall durch parasitäre Darmerkrankungen (Würmer etc.)
– Durchfall durch Infektionen (Viren, Bakterien etc.)
– Durchfall als Reaktion auf Vergiftungen (Spritzmittel etc.)
– Durchfall als Folge einer nicht-entzündlichen Erkrankung, wie z.B. Stress, Futterumstellung, Allergien etc.)

Ebenso wie die Salmonellen gehört die Campylobacter-Gruppe zur Gruppe der Zoonosen.
Neben C. jejuni gehört C. coli zu den häufigsten Erregern. Diese können beim Menschen eine entzündliche Durchfallerkrankung (Campylobacter-Enteritis) auslösen.
Bei Tieren wird diese Krankheit oft nicht endeckt, da sie nicht wie der Mensch reagieren und keine Krankheitssymptome aufweisen.

Der Campylobacter ist der weltweit häufigste Erreger solcher Durchfallerkarnkungen noch vor den Salmonellen.

Enterocolitis ist eine Tierkrankheit, die hauptsächlich Kaninchen befällt, wobei die
Enterocolitis eine Entzündung des Dünn- und des Dickdarmes ist, die 2–5 Tage anhält.

Enterocolitis ist hochinfektiös und kann sich schnell zu einer Seuche ausbreiten, was besonders in der Kaninchenzucht ein ernstzunehmendes Problem darstellt.

Folgende Symptome weisen auf eine Enterocolitis-Erkrankung hin:

  • Keine Futteraufnahme und teilweise apathisches, regungsloses Im-Stall-Sitzen
  • Dünnbreiige Darmentleerung mit schleimiger Beimischung eines gallertartigen Sekrets mit fauligem Geruch
  • Später kein Kotabsatz und mitunter Aufblähung des Bauchraumes
  • Tastbarer fester Strang im vorderen Beckenbereich

Escherichia coli (abgekürzt E. coli) ist ein säurebildendes (Laktose-positiv), stäbchenförmiges Bakterium, das im menschlichen und tierischen Darm vorkommt. Benannt wurde Escherichia Coli 1919 nach seinem Entdecker Theodor Escherich. Escherichia Coli gehört zu den am besten untersuchten Organismen der Welt.

Escherichia Coli Bakterien gehören zur Familie der Darmbakterien und ist an sich meist nicht pathogen (krankheitserregend), sofern sie sich im Darm befinden. Die Colibakterien können jedoch verschleppt werden und so Harnwegsinfekte, Bauchfellentzündungen(z.B. nach Operationen) Hirnhautentzündungen (Meningitis) bei Neugeborenen, und andere Infektionen hervorrufen. Einige Coli-Stämme lösen Darmkrankheiten bei Mensch und Tier aus.

Weitere möglichen Krankheitsbilder durch Escherichia Coli können die Coliruhr bei Saug-und Absatzferkeln, Coliseptikämie von Kälbern, Lämmern und Geflügeln, sowie Colimastitis bei Kühen sein.

Colibakterien (Eschericia coli / E.coli) gelten als Indikator fäkaler Verunreinigungen, wenn sie in Wasser oder Nahrung nachgewiesen werden können.

Als vitaminbildende Bestandteile der normalen Darmflora des Menschen und der meisten Säugetiere spielen die Escherichia Coli Baktierien eine wichtige Rolle beim Abbau der Kohlenhydrate und Proteine.
Escherichia Coli Bakterien ernähren sich in erster Linie von Zucker und bestimmten Aminosäuren.

Die Futterverwertung ist in der Nutztierhaltung ein Maß, das den Futterverbrauch je Einheit Leistung beschreibt.

In der Fleischproduktion gibt die Futterverwertung an, wie viel Futter für ein Kilogramm Zuwachs nötig ist. Bei einer besseren Futterverwertung wird je Kilogramm Zuwachs weniger Futter benötigt, der Futterverbrauch sinkt also und die Effizienz der Fütterung steigt. In der Milch- oder Eierproduktion ist der Futterverbrauch pro Liter Milch oder pro Ei relevant. Zur Steigerung der Futterverwertung werden die Futtermittel so gut wie möglich an den Bedarf der Tiere angepasst.

Die Schwarzkopfkrankheit bzw. Histomoniasis ist eine Infektionskrankheit bei Truthähnen und hühnerartigen Vögeln im Allgemeinen. In der (vorwiegend älteren) Fachliteratur finden sich eine Vielzahl von weiteren alternativen Bezeichnungen für die hervorgerufene Erkrankung: Beispielsweise Blackhead disease, Histomonose, (infektiöse) Typhlohepatitis bzw. Enterohepatitis und Typhlitis.[1] Die Erstbeschreibung der Krankheit erfolgte im Jahre 1895 durch den Parasitologen Theobald Smith anhand von Proben, die im Vorjahr gesammelt wurden. Erreger der Schwarzkopfkrankheit ist der begeißelte Parasit Histomonas meleagridis

Insbesondere bei Truthähnen führt die Histomoniasis zu einem schweren Krankheitsverlauf, wobei Caecum und Leber des Wirts stark geschädigt werden. Die Morbidität und Mortalität bei infizierten Vögeln ist extrem hoch.
Die typischen Symptome der Histomoniasis sind eher unspezifisch und infizierte Tiere zeigen ein apathisches Verhalten, geschlossene Augen, einen gestelzten Gang sowie Atembeschwerden.
Bei Truthähnen ist das Auftreten von schwefelgelbem Kot infolge einer Leberschädigung am auffälligsten, bei Hühnern kommt es jedoch meist nur zu einem schleimigen Durchfall. Läsionen der Leber treten hingegen nicht auf. Sicher diagnostiziert werden kann die Histomoniasis jedoch erst postmortal. Bei Truthähnen verursacht die Histomoniasis sichtbare, nekrotische Läsionen in der Leber. Darüber hinaus kommt es im Caecum von infizierten Vögeln zu einer schweren, ulzerativen Entzündung, welche mit einer charakteristischen Verdickung der Mucosa einhergeht.

Junge Tiere sterben in der Regel wenige Tage nach Ausbruch der Krankheit, bei älteren ist oft ein chronischer Verlauf zu beobachten. Den Namen hat die Krankheit von einer blauroten bis schwarzen Verfärbung der Kopfhaut, welche aber nicht immer auftritt. Da das Auftreten von schwarzen Kämmen aber kein primäres Erkennungsmerkmal der Histomoniasis ist, wird die Bezeichnung Schwarzkopfkrankheit manchmal auch als ein Misnomer bezeichnet. Mitunter können auch andere Organe von der Histomoniasis befallen werden.

Die Kokzidiose ist eine parasitären Erkrankung, die praktisch in jeder Haltungs- und Nutzungsform vorkommt.

Kokzidien sind Einzeller, die in den Zellen der Darmschleimhaut (Darmkokzidiose) oder der Gallengänge (Leberkokzidiose) schmarotzen.

Viele Kaninchen sind mit den Erregern der Darm-Kokzidiose latent infiziert, das heißt, sie scheiden die Erreger in großen Mengen aus, ohne selbst zu erkranken. Kommt es jedoch zu einer Belastung der Tiere durch Infektionen, Transportstreß oder Fütterungsfehler, bricht die Kokzidiose aus.

Bei geringem Befall verläuft die Kokzidiose symptomlos. Sind aber ausgedehnte Darmschleimhautbezirke durch Kokzidien entzündet, kann die Nahrung nicht mehr richtig verdaut und ausgenutzt werden.

Die an Kokzidiose erkrankten Tiere verlieren an Gewicht und leiden unter schleimigem bis blutigem Durchfall. Ist die Darmflora durch Kokzidien geschädigt, können sich auch bakterielle Infektionen ausbreiten, die mit starker Gasbildung im Darm einhergehen.
Jungtiere erkranken am schwersten unter dem Befall von Kokzidien. Unter ihnen kann die Sterblichkeitsrate durch Kokzidien/ Kokzidiose bis 100 Prozent betragen.

Kryptosporidien (Cryptosporidium) sind einzellige Parasiten , die häufig Kälber und gelegentlich Menschen, darüber hinaus aber bis zu 40 weitere Wirbeltiere infizieren. Sie gehören zu den Apicomplexa und sind nahe verwandt mit Plasmodium, dem Erreger der Malaria, und mit Toxoplasma gondii, dem Erreger der Toxoplasmose.

Im Darm des Wirtes werden aus den Oozysten die Sporozoiten frei, die in den Bürstensaum der Darmzellen eindringen, sich dort in einer parasitophoren Vakuole einnisten und sich weiter zu Trophozoiten und Merontenentwickeln. Die Meronten teilen sich ungeschlechtlich in 8 Merozoiten I, die neue Wirtszellen befallen, wo sich aus jedem Merozoit eine zweite Merontengeneration bildet. Aus der daraus hervorgehenden 2. Merozoitengeneration entwickeln sich die Geschlechtszellen (Gamonten). Aus der Befruchtung der weiblichen Makrogameten durch männliche Mikrogemeten entsteht eine Zygote und schließlich eine Oozyste.

Es werden zwei Typen von Oozysten gebildet: Rund 80 % sind dickwandig und werden mit dem Kot ausgeschieden, die restlichen 20 % sind dünnwandig und verbleiben im Wirt, wo sie eine erneute Infektion des Wirtes auslösen. Die Oozysten sind sehr widerstandsfähig und können unter günstigen Bedingungen (Feuchtigkeit und Temperatur) mehrere Monate infektiös bleiben. Sie sind unempfindlich gegenüber vielen Desinfektionsmitteln.

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Parasiten sind in hohem Maße spezialisierte Lebewesen. Ihre Lebensweise ist nicht selten auf eine einzige Wirtsart beschränkt. Im Allgemeinen besteht eine hohe Abhängigkeit eines Parasiten von seinem Wirt oder von seinen Wirten. Das Parasitieren kann sich auf verschiedene Wirtsfaktoren beziehen wie beispielsweise Körpersubstanz, Nahrungsangebot, Sauerstoffbedarf, Osmotik, pH-Verhältnisse oder Wärmehaushalt.
Je nach Ausmaß des Parasitenbefalls ist die Belastung bzw. Schwächung des Wirtes verschieden groß. Auch wenn Parasitenbefall den Wirt nicht lebensbedrohlich schädigt, wirkt er sich doch stets negativ auf dessen Wachstum, Wohlbefinden, Infektanfälligkeit, Fortpflanzung oder Lebensdauer aus. So können giftige Stoffwechselprodukte des Parasiten, zurückgebliebene innere oder äußere Verletzungen oder der Entzug von Nahrung eine Verminderung der Lebensspanne zur Folge haben, insbesondere bei weiteren ungünstigen Umweltbedingungen.
Die Umwelt des Parasiten ist in der Regel ein Lebewesen. Um in dieser Umwelt leben zu können, haben sich Parasiten in vielfältiger Weise an ihre Umgebung angepasst.
Aufgrund der sehr unterschiedlichen Anpassung, Größe und Lebensweise verschiedener Parasiten und der unterschiedlichen Interaktionsformen zwischen dem Parasiten und dem Wirt werden Parasiten nach bestimmten Kriterien eingeteilt:

  • Mikro- und Makroparasiten
  • Ekto- und Endoparasiten
  • Fakultativer und obligater Parasitismus
  • Temporäre und stationäre Parasiten
  • Periodische und permanente Parasiten
  • Wirtsspezifität
  • Wirtswechsel
  • Brutparasitismus
  • Kleptoparasitismus
  • Opportunismus
  • Parasitismus bei Pflanzen
  • Parasitismus bei Bakterien

Phytogene Wirkstoffe sind aus Pflanzen gewonnene Stoffe, die in der Regel durch Extraktion aus frischen oder meist getrockneten Pflanzen hergestellt werden.

Die phytogenen Substanzen sind durch eine breite Wirkungsspanne gekennzeichnet. Nicht nur die Futteraufnahme kann durch die Aufnahme gesteigert werden, sondern auch die endogene Sekretion. Außerdem können phytogene Wirkstoffe antimikrobiell, kokzidiostatisch, immunstimulierend, anthelminthisch, antiviral, entzündungshemmend und antioxidativ wirken (Wenk, 2003c).

Die Geflügel-Infektionskrankheit „Histomoniasis“ (auch Schwarzkopfkrankheit) ist gekennzeichnet durch hohe Verluste und erhebliches Leiden der an Histomoniasis erkrankten Tiere und ist lange Zeit in Vergessenheit geraten.

Die Histomoniasis/ Schwarzkopfkrankheit ist eine Entzündung von Leber und Blinddarm und führt zu gelblich-weißen Nekroseherden auf den Organen. Die Schwarzkopfkrankheit wird durch einzellige Darmparasiten, die sogenannten Histomonaden hervorgerufen.

Während Jungtiere unter Umständen direkt sterben, äußert sich die Schwarzkopfkrankheit bei älteren Tieren zunächst durch schwefelgelben Durchfall, Abmagerung und Trägheit.

Bis vor rund 60 Jahren grassierte die Schwarzkopfkrankheit besonders häufig in Hühner- und Putenställen (Geflügelzucht). Erst durch den Einsatz von Medikamenten, die teils auch vorbeugend verabreicht wurden, wurde die Histomoniasis so weit zurück gedrängt, dass kaum Forschung angestrengt wurde.

Geflügel in der Freilandhaltung infiziert sich nicht selten über aufgenommene Regenwürmer an der Schwarzkopfkrankheit. Desweiteren infizieren sich die Tiere untereinander, wobei die Infektionswege der Histomoniasis häufig sogar unklar sind.

Aufgrund gesetzlicher Änderungen in der EU sind sämtliche Präparate zur Bekämpfung von Histomoniasis verboten, da einzelne Wirkstoffe der Medikamente gegen die Schwarzkopfkrankheit eine Veränderung des Erbgens bewirken – durch den entstandenen Therapienotstand sind Alternativen, wie etwa Phytopharmaka, die gegen die Schwarzkopfkrankheit wirken, dringend gesucht.

Eine somatische Zelle ist eine Körperzelle, aus der im Unterschied zu den Zellen der Keimbahn keine Geschlechtszellen (Gameten) hervorgehen können. Diese Unterscheidung von Keimbahn und Soma (Keimplasmatheorie) ist für Tiere und Menschen charakteristisch; bei Pflanzen gibt es keine separierte Keimbahn.

Somatische Zellen entwickeln sich im Laufe des Lebens durch Differenzierung sozusagen in eine Sackgasse, die mit dem Tod dieser Zellen endet. Veränderungen der Erbinformation somatischer Zellen haben daher keine Auswirkung auf die folgende Generation. In der Diskussion um die Gentherapie muss deshalb die Therapie somatischer Zellen, die nur Auswirkung auf das jeweilige Individuum hat, und die Veränderung der Keimbahn, die auf alle Folgegenerationen wirkt, unterschieden werden.

Staphylokokken sind unbewegliche kugelförmige Bakterien, welche häufig traubenförmig angeordnet sind und sowohl beim Menschen, als auch beim Tier auf Schleimhäuten der oberen Atemwege und der Haut vorkommen können. Staphylokokken bevorzugen dabei eine Temperatur von 30 °C bis 37 °C. Staphylokokken sind jedoch doch auch außerhalb dieses Temperaturbereichs überlebensfähig.
Die stärkste Gefährdung durch Staphylokokken geht dabei vom Staphylococcus (S.) aureus aus.
Staphylokokken der Art Staphylococcus aureus sind besonders weit verbreitet und können unter Umständen, beispielsweise bei einem schwachen Immunsystem, mitunter zu lebensbedrohlichen Krankheiten wie Lungenentzündung, Endokarditis, TSS (Toxisches Schock-Syndrom) und Sepsis führen, wobei einige Bakterienstämme der Stapylokokken dabei Resistenzen gegen verbreitete Antibiotika wie Penicillin G entwickelt haben.

Diese Staphylokokken, die sogenannten MRSA-Stämme, stellen daher eine besondere Gefahr für Mensch und Tier dar und sind nicht selten im Bereich von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen verbreitet.